Der Ansatz

Foto: korkey / pixelio.de

Wer heutzutage als Berufstätiger mit Familie den Montag beginnt, möchte vielleicht schon diesen ersten Tag frei machen. So eingespannt in die Bedürfnisse der Kinder nach Aufmerksamkeit, Spiel und Spass, beginnen die Arbeitswochen mit dem ein oder anderen Klatsch im Kollegium über das anstrengende Wochenende.
Wer es über kurz oder lang nicht schafft, seine berufliche und private Kreativität in die persönlichen Wege von Erfolg und Glück zu bahnen, wird in dem Teufelskreis immer weiter nach unten fallen. Wen wundert es da noch über die gemeinhin bekannten Scheidungsraten, Familienstreitigkeiten, Krankheiten und Depressionen.
Den Kreislauf zu durchbrechen bedarf es aber Mut und Ausdauer zur “Qualität”.
Und Qualität ist nicht Perfektion, sondern einfache Aufmerksamkeit, Klarheit und die Weitsicht, das Harmonie sich dort einstellt, wo nicht affektiert und krampfhaft versucht wird ein behagliches Bild zu wahren. Manchmal hilft es den Dingen ihren natürlichen Lauf zu lassen, denn Harmonie ist ein natürlicher Zustand, den alle Dinge anstreben. Jeder noch so gut gemeinte Eingriff kann vieles hinauszögern.

Kinder und Familie verlangen von uns mehr “Qualität” anstatt Quantität. Kinder brauchen Kinder um glücklich zu sein. Kinder lernen von Kindern.

Als Teil einer Grossfamilie, lernen die Kinder von ihren Geschwistern, Cousin und auch Nachbarn.
Allerdings schaffen wir es als berufstätige Eltern nicht immer, die Familie in ihrer Gesamtheit zusammenzubringen; Und konzentrieren uns auf unsere eigene Kleinfamilie, da unsere quantitative Kraft nicht über diesen Rahmen hinaus wirkt.
Aber vielleicht hilft hier ganz einfach die Qualität der Beziehungen.

Ein erster Schritt, den beruflichen Stress nicht mit nachhause zu nehmen, ist überraschend einfach und trägt den Titel “Aufgeräumtheit”.
Ordnen, putzen und reparieren sorgen nicht nur für einen aufgeräumten Haushalt, sondern pflegen auch unseren mentalen “Haushalt”. Anstatt den Dingen hinterherzulaufen, sollte es möglich sein sich einen Vorsprung zu erarbeiten; Dann haben wir auch einen gesunden Überblick, den wir durch kleine Verbesserungen in der Ordnung und auch des Erscheinungsbildes, bewahren und pflegen können.

Mit unseren Kindern Schritt zu halten, stärkt deren Mut für Selbständigkeit und vielleicht auch den Ehrgeiz , uns als Eltern zu “überholen” und am Familienleben aktiv und verantwortungsbewusst teilzunehmen.

Wer mit dieser “Aufgeräumtheit” den Montag beginnt, dem sitzt nicht die Arbeit im Nacken, und der verlässt auch am Freitag einen aufgeräumten Arbeitsplatz und geht nicht mit unerledigtem sondern mit einem freien Kopf ins wohlverdiente Familien-Wochenende.

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